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Istanbul ist mit seiner einzigartigen Silhouette, zahlreichen historischen Sehenswürdigkeiten, Museen, Palästen, Stadtmauern, Bosporus-Villen, Naturschönheiten und Glaubenszentren als Erbe einer 8.000-jährigen Geschichte ein elegantes Zentrum von Toleranz und Synthese des Erbes der Weltkultur und der Zivilisation.
Als Hauptstadt des römischen, des byzantinischen und des osmanischen Reiches ist Istanbul ein faszinierender Mix von Altem und Neuem, Traditionellem und Modernem. Über 1600 Jahre lang haben hier mehr als 120 Kaiser und Sultane geherrscht, was die Stadt in dieser Hinsicht einzigartig macht.
Während der Zeit als Hauptstadt der Imperien war sie zugleich auch religiöses Zentrum: Der Sitz des Patriarchen der östlichen Christenheit war und ist nach wie vor in dieser Stadt und die größten Kirchen und Klöster wurden auf den vorhandenen heidnischen Tempeln errichtet.
Zusätzlich zu ihrer einzigartigen Geschichte, kulturellen Vergangenheit und authentischen Anziehungskraft ist Istanbul die größte Stadt der Türkei sowohl im Hinblick auf die Einwohnerzahl (9,2 Millionen), aber auch im Hinblick auf Wirtschaft, Handel, Kapital und Kultur. Fast die Hälfte des Steueraufkommens stammt aus der Stadt oder ihrer Umgebung. Istanbul mit dem größten Import-/Exporthafen des Landes ist das Geschäftszentrum und ebenfalls Ausgangspunkt der nationalen und internationalen Wasserstraßen und Fluglinien des Landes und verbindet die Türkei mit dem Rest der Welt. Eine weitere Besonderheit Istanbuls ist, dass es die einzige Stadt der Welt ist, die auf zwei Kontinenten liegt. Das asiatische und das europäische Ufer Istanbuls wird mit zwei großen Brücken miteinander verbunden.
Istanbul, die "imperiale Hauptstadt", wurde 658 vor Christus von den Megaraern gegründet und nach deren Kommandant Byzas "Byzantium" genannt.
Die historische Halbinsel zwischen dem Marmarameer und dem Goldenen Horn ist wie ein Freiluftmuseum, das mit Kunstwerken, die die Spuren der römischen, byzantinischen und osmanischen Reiche tragen, sozusagen überfüllt ist.
Bedeutende historische Stätten:
Hagia-Sophia-Museum
 Die Hagia Sophia hat eine 1500-jährige Vergangenheit und gehört zu den Meisterwerken der Kunst und Architektur. Auf Griechisch bedeutet sie "göttliche Weisheit". Sie wurde zwischen 532-537 von Kaiser Konstantin als Basilika errichtet und ist die älteste und am schnellsten errichtete Kathedrale der Welt. Die Kuppel ist 55 m hoch und 31 m breit und damit steht sie was die Größe betrifft an vierter Stelle nach dem Petersdom in Rom, der St. Paul’s Cathedral in London und dem Dom in Mailand. Die Hagia Sophia wurde zu der Zeit des osmanischen Reiches in eine Moschee umgewandelt und dient heute als Museum und wird daher "Hagia-Sophia-Museum" genannt.
Topkapı-Palast
Der Topkapı-Palast ist der älteste und größte Palast der Welt, der bis heute erhalten blieb. Der Palast dient seit 1924 als Museum. Mit seiner Lage auf der Akropolis, dem Ort der ersten Siedlungen in Istanbul, bietet er einen imposanten Blick über das Goldene Horn, den Bosporus und das Marmarameer. Er liegt an der Spitze der dreieckigen historischen Halbinsel, ist mit fast 5 km langen Stadtmauern umgeben und verfügt über eine Fläche von 700.000 Quadratmetern. Er wurde in den 1470er Jahren von Sultan Mehmet II. dem Eroberer erbaut.
Die Sammlung der Schatzkammer des Topkapı-Palastes ist in ihrer Art die reichste Sammlung der Welt. Die in vier Räumen ausgestellten Werke sind authentisch und original. Es sind Meisterwerke der türkischen Juwelierkunst aus verschiedenen Jahrhunderten sowie exquisite Werke aus Fernost, Indien und Europa, die die Betrachter bezaubern. Die islamischen Reliquien, die im 16. Jahrhundert nach der Eroberung Ägyptens in den Palast gebracht wurden, werden seitdem dort aufbewahrt.
Dolmabahçe-Palast
Der Dolmabahçe-Palast wurde als ein Mix verschiedener Stile der europäischen Architektur zwischen 1843-1856 gebaut. Er ist das Werk des Architekten Karabet Balyan im Auftrag des Sultan Abdulmecit. Die osmanischen Sultane hatten in jeder Epoche mehrere Paläste, aber bis zur Vollendung des Dolmabahçe-Palastes war der Topkapı-Palast die offizielle Residenz. Der Dolmabahçe-Palast ist auf drei Stockwerken nach einem symmetrischen Plan gebaut. Er hat 285 Zimmer und 43 Säle. Auf der Seeseite gibt es einen Kai mit 600 m Länge, auf der Landseite zwei monumentale Tore, wovon eines kunstvoll verziert ist. Gepflegte, wunderschöne Gärten umgeben diesen Palast am Meer. In der Mitte gibt es einen großen Ballsaal, der höher ist als alle anderen Räume. Die Eingangshalle des Palastes wurde für Empfänge und Versammlungen des Sultans genutzt und der Flügel hinter dem Ballsaal war dem Harem vorbehalten.
Nach der Gründung der Republik wurde er von Mustafa Kemal ATATÜRK bei seinen Reisen nach Istanbul als Residenz genutzt. Hier starb er auch im Jahre 1938 und bevor er nach Ankara gebracht wurde, wurde er dort aufgebahrt und das Volk erwies ihm die letzte Ehre. Alle Uhren im Palast wurden im Gedenken an ATATÜRK zum Zeitpunkt seines Todes angehalten.
Yıldız-Palast
Der Yıldız-Palast ist ein Gebäudekomplex aus mehreren Schlösschen und Gärten, die verstreut auf einer Fläche von 500.000 Quadratmetern in einem großen Gebiet von Hügeln und Tälern mit Blick auf den Bosporus liegen und von hohen Mauern umgeben sind. Sultan Abdülhamit II. hat während seiner 33-jährigen Herrschaft diesen gut geschützten Palast, der wie eine geborgene Stadt in der Stadt war, als seine Residenz und seinen Harem benutzt. In verschiedenen Höfe, die mit Gängen und Toren miteinander verbunden sind, befinden sich Pavillons, Brunnen, Wintergärten, Volieren, Werkstätten und Gesindehäuser. Er verfügt über zwei Haupttore und daneben jeweils eine kleine bezaubernde Moschee.
Beylerbeyi-Palast
 Beylerbeyi, wo der asiatische Fuß der Bosporus-Brücke steht, ist seit der byzantischen Epoche eine für Paläste reservierte schöne Ortschaft. Der Beylerbeyi-Palast am Ufer des Bosporus wurde durch Sultan Abdülmecit auf einen bestehenden Holzpalast erbaut. An der Fassade und in der Innenausstattung wurden orientalische und türkische Motive mit westlichen Ornamenten zusammen verwendet. Das dreistöckige Gebäude besteht aus 26 Zimmern und 6 Sälen und ist in zwei Bereiche unterteilt, dem Harem (für Frauen) und dem Selamlik (für Männer). Authentische Möbel, Teppiche, Gardinen und Wertgegenstände sind gut erhalten. Auffallende Besonderheiten sind die geschmückte Fassade zur Seeseite, der gepflegte Garten, der Saal mit dem Brunnen im Mittelteil sowie die Wendeltreppen. Auf der Rückseite des Palastes befinden sich ein großer Brunnen, Terrassen und Pferdeställe, die beispielhaft in ihrer Art sind. Die alte Hauptstraße, die bis in die 1970er benutzt wurde, führt heute durch einen Tunnel unter dem Palast. In dem Palast mit zwei kleinen Pavillons am Ufer residierten auch Staatsgäste.
Süleymaniye-Moschee
Die größte und prächtigste Moschee in Istanbul, der Stadt der Minarette und Kuppeln, ist die Süleymaniye-Moschee. Die Ästhetik ihres Inneren und Äußeren mit ihren perfekten Proportionen nimmt die Besucher seit Jahrhunderten gefangen. Die Süleymaniye-Moschee ist ein Meisterwerk der Architektur. Sie wurde im Auftrag von Sultan Süleyman dem Prächtigen durch den genialen Architekten Sinan zwischen 1550-1557 gebaut. In dem großen Komplex um die Moschee befinden sich Schulen, eine Bibliothek, ein Hamam, eine Küche, ein Karawanserei, ein Krankenhaus und Geschäfte. Um die Schönheit der Süleymaniye-Moschee genießen zu können, muss man sich von ihr entfernen. Vom Galata-Turm oder vom Stadtteil Galata am Goldenen Horn kann dieses imperiale Meisterwerk in all seiner Pracht bewundert werden.
Sultan-Ahmet-Moschee (die Blaue Moschee)
Die Sultan-Ahmet-Moschee ist eines der berühmtesten Baudenkmäler der türkischen und islamischen Welt und zugleich eines der Symbole Istanbuls. Die Sultan-Ahmet-Moschee, ein bedeutendes Beispiel der klassischen türkischen Architektur, ist die einzige Moschee, die original mit sechs Minaretten gebaut wurde. Das beste Panorama der Stadt Istanbul kann vom Bosporus aus betrachtet werden. Der beeindruckendste Bestandteil dieses Panoromas ist die prächtige Silhouette der Sultan-Ahmet-Moschee. Das als die "Blaue Moschee" bekannte Werk heißt im Original Sultan-Ahmet-I.-Moschee. Der Architekt der Moschee ist Mehmet Ağa, Schüler von Sinan, dem größten Architekten der klassischen türkischen Architektur, und er kleidete das Innere so anspruchsvoll aus wie ein Juwelier. Die zwischen 1609-1616 erbaute Moschee befindet sich in einem großen Komplex zu dem ein überdachter Basar, ein türkisches Bad, eine Küche, ein Krankenhaus, Schulen, eine Karawanserei und das Grabmal des Sultan Ahmet gehören.
Museum Chora-Kirche
Das Datum der Errichtung der Chora-Kirche ist nicht genau bekannt, wobei sie zwischen dem 11.-14. Jahrhundert datiert wird. Sie ist quasi die „Renaissance“ der byzantinischen Kunst mit ihrer attraktiven äußeren Architektur, ihren Mosaiken und Fresken im Innenraum. In den beiden Kirchenvorhallen am Eingang ist das Leben Jesu und der Jungfrau Maria chronologisch, wie in der Bibel beschrieben, mit Mosaiken dargestellt. In der Seitenkapelle sind religiöse Themen in Fresken dargestellt. Prominente kirchliche und höfische Würdenträger werden ebenfalls in diesen Fresken abgebildet. Eine Besonderheit der byzantinischen Gemäldekunst sind die Monogramme und Inschriften neben den Figuren, die in diesem einzigartigem Werk zu betrachten sind. Die Chora-Kirche und das Kloster gewannen im Laufe der Zeit immer mehr an Bedeutung durch ihre Nachbarschaft zu weiteren kaiserlichen Palästen. Theodor Metochides, wichtiger Staatsmann und Gelehrter seiner Zeit, ließ in den 1320er Jahren die Seitenkapelle, den Exonarthex bauen und die Verzierungen anlegen und so erlangte das Werk seine heutige Pracht.
Cisterna Basilica (Yerebatan Sarnıcı)
Sie ist die größte und prachtvollste überdachte Zisterne der Stadt. Westlich des Hagia-Sophia-Platzes hat sie einen kleinen Eingang. Der Raum sieht wie ein Wald aus Säulen aus und die Decke ist bogenförmig und aus Backsteinen gefertigt. Ihr Name hat seinen Ursprung in einer Basilika, die sich in ihrer Nähe befand. Sie wurde in der Zeit von Kaiser Justinian I. (527-565) erbaut, um die nahegelegenen Paläste mit Wasser zu versorgen. Die 336 Säulen sind in 12 Reihen à 28 Säulen angeordnet und die Zisterne ist 140 x 70 m groß. Die Säulen sind mit Kapitellen versehen, teilweise mit einfachen, aber überwiegend mit korinthischen Spolienkapitellen. Die Spuren des Wasserstandes können auf den Säulen betrachtet werden. Das Wasser wurde durch Röhren auf verschiedenen Ebenen in der Wand im Osten verteilt. Bei der großen Renovierung 1987 wurde der Boden gereinigt und unter der mehr als 1 Meter tiefen Schlammschicht der eigentliche Bodenbelag aus Backsteinen und zwei Medusa-Köpfe aus Marmor am Fuße zweier Säulen entdeckt. Der Fußweg, der zu dieser Zeit angelegt wurde, ermöglicht es den Besuchern um die Zisterne zu gehen.
Rumeli Hisarı (Rumelische Burg)
Schon vor der Eroberung durch Sultan Mehmet dem Eroberer im Jahre 1453 wurde Istanbul viele Male belagert. Die Stadtmauern aus der römischen Zeit konnten sie jedoch alle abwehren. Bei sehr langen Belagerungen wurde die Stadt über den Seeweg versorgt. Rumeli Hisarı (die Rumelische Burg) wurde vor der letzten Belagerung 1453 gegenüber einer früheren türkischen Burg auf dem gegenüberliegenden Ufer erbaut, um während der Belagerung Istanbuls die vom Schwarzen Meer zu erwartende Hilfe und den Nachschub zu verhindern. Dieser gigantische Bau wurde im Jahre 1452 in einer unglaublich kurzen Zeit von vier Monaten fertiggestellt. Die größte und stärkste Festung des Mittelalters hatte nach der Eroberung Istanbuls durch die Türken ihre strategische Bedeutung verloren. Dieses seltene Exemplar der türkischen Festungsarchitektur schmückt mit seiner Pracht den Bosporus. Nach der Restaurierung in den 1950er Jahren wurde sie zum Museum umgewandelt. Während des jährlich in Istanbul stattfindenen Festivals der Künste wird die Festung als Amphitheater genutzt. Den besten Blick hat man von der asiatischen Küste oder vom Boot auf dem Bosporus aus.
Galataturm
Der Galataturm wurde 1349 durch die Genuesen als Hauptturm der Stadtmauern um Galata herum gebaut. Es gibt verschiedene Sagen über dessen Bau. Zunächst wurde er Christus-Turm genannt, in der osmanischen Epoche wurde er als Kerker und Aussichtsturm benutzt. Das Gebäude wurde nach Bränden und Stürmen immer wieder restauriert, zuletzt im Jahre 1964, und wurde 1967 zur öffentlichen Nutzung freigegeben. Der Stadtteil Galata ist wie ein Geschichtsbuch, das darauf wartet, dass seine Seiten immer öfter umgeblättert werden und das tagtäglich neue Entdeckungen liefert.
Der Galataturm bietet den besten Blick auf das Goldene Horn, die Altstadt von Istanbul, den Bosporus und die asiatische Küste. Der Turm wurde zur Überwachung des Hafens und der Stadt gebaut, diente dann Jahrhunderte lang anderen Zwecken und wird heute wieder seinem eigentlichen Zweck als Aussichtsturm entsprechend genutzt - diesmal um die Aussicht zu genießen. Die obersten zwei Geschosse des Turmes werden als Restaurant und Nachtklub genutzt und können über einen Aufzug erreicht werden. Der Blick auf Istanbul von diesen beiden und von der Panoramaterrasse aus ist einfach grandios.
Kapalı Çarşı
Der älteste und größte überdachte Markt der Welt befindet sich mitten in der Stadt Istanbul. Der Große Basar ist wie ein riesiges Labyrinth; er hat etwa 60 Gassen, über 3000 Geschäfte und ist eine der einzigartigen Sehenswürdigkeiten von Istanbul. Er ist wie eine Stadt, komplett überdacht und wuchs mit der Zeit immer weiter. Ursprünglich bestand er aus zwei Gebäuden aus dem 15. Jahrhundert mit dicken Mauern und war mit ein paar Kuppeln überdacht. In den folgenden Jahrhunderten wurden die benachbarten Gassen ebenfalls überdacht, weitere Gebäude kamen hinzu und mit mit der Zeit entstand ein Einkaufszentrum.
Der Große Basar ist zu jeder Tageszeit bewegt und belebt. Die Händler rufen die Besucher beharrlich in ihre Geschäfte. Die großen und komfortablen Geschäfte am Eingang des Basars bieten fast jeden in der Türkei handgefertigten Artikel zum Kauf an. Handgewebte Teppiche und Schmuck sind die schönsten Beispiele der traditionellen türkischen Handwerkskunst. Diese werden mit Qualitäts- und Herkunftsbescheinigungen verkauft und werden auch an alle Destinationen der Welt mit Garantie versandt. Neben Teppichen und Schmuck bieten diese Läden auch eine breite Kollektion hochwertiger türkischer Silberwaren, Kupfer- und Bronzewaren sowie dekorative Gegenstände, hochwertige Geschenkartikel aus Keramik, Onyx und Leder..
Leanderturm
Über den Leanderturm, der ein Wahrzeichen Istanbuls ist und auf einer winzigen Insel, die im Scheitelpunkt von Schwarzem Meer und Marmarameer liegt, erbaut wurde, gibt es viele Sagen und Gerüchte. Seine Geschichte geht zurück bis ins Jahr 2475 vor Christus; europäische Quellen schreiben die Errichtung des Turms Leander zu .
Die kleine Insel war im griechischen Zeitalter ein Grabmal, in der byzantischen Zeit wurde ein Gebäude errichtet und diente als Zollstelle. In der osmanischen Zeit diente sie als Schauplattform, Verteidigungsfestung, Exzil und Quarantänestation. Der Turm hat seine eigentliche Aufgabe, nämlich als Wegweiser für Schiffe und Menschen in der Nacht, seit Jahrhunderten nicht verloren. Von der Vergangenheit bis in die Zukunft weist der Leanderturm aber hauptsächlich den Träumen ihren Weg...
Für ausführliche Information: http://www.istanbulkulturturizm.gov.tr
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